Artikel mit dem Tag "Kurioses"



01. September 2017
Warschau. Dank Gemeinschaftsdusche in der Bahn begrüßen wir die polnische Hauptstadt mit frischen Haaren. Warschau begrüßt uns im Gegenzug mit Sonne satt, angenehmem Wind und einem freundlichen Hauptbahnhof. 2010, als wir das erste Mal hier ankamen, war es Nacht, draußen stürmte und regnete es, drinnen herrschte Ostblock-Muff. Wir hatten also noch was gut. Ein Muss: Der Palac Kultury i Nauki, mitten in der Stadt, schon aus der Ferne sichtbar. Der Palast ist quasi die kleine, aussätzige...
24. August 2017
Nizhny Novgorod. Wir fühlen uns wohl. Seit wir Europa verlassen haben, ist Nizhny die erste Stadt auf unserer Reise, in der wir uns vorstellen könnten, für eine Weile zu leben. An der Mündung der Oka in die Wolga gelegen, erhebt sich Nizhny auf den Hügeln drumherum. Wir haben einen herrlichen Blick übers Wasser und in die flache, waldige Weite dahinter. In der Stadt überall orthodoxe Kirchen mit goldenen Zwiebeltürmchen. Mal auf dem Präsentierteller, mal versteckt, alle frisch...
20. August 2017
Novosibirsk. Wir sind müde. Eigentlich müssten wir in das pulsierende Nachtleben der sibirischen Hauptstadt eintauchen. Und Wodka aus Flaschen trinken. Aber wir sehnen uns nach unserem Sofa in Bochum. Dreieinhalb Monate Entdecken, Erkunden und Kennenlernen machen müde. Schon vor der Reise war uns klar, dass wir nicht dauerhaft von Stadt zu Stadt, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hechten wollen. Die Füße, der Kopf, die Seele brauchen hin und wieder eine Auszeit. An solchen Tagen...
14. August 2017
Baikalsee. Wir sind für drei Nächte auf der Insel Olkhon. Der Weg hier her ist etwas beschwerlich. Fünf Stunden in der Marshrutka, links borealer Nadelwald, rechts borealer Nadelwald. Schön anders als Nadelwald im Harz. Die Bäume sind dunkelgrün, grasgrün, moosgrün, buschig, schlank. Dann taucht der Baikalsee mit seinem tiefblauen, am Ufer türkisfarbenen Wasser auf. Wir setzen mit der Fähre über. Steife, angenehme Brise im Gesicht, Möwen kreischen, Sonne strahlt. Herrlich. Das Ende...
05. August 2017
Jurte. Das Leben der Nomaden ist einfach und entbehrungsreich. Wir lesen viel über beliebte Fettnäpfchen, empfinden die Begegnungen aber immer als unkompliziert und schön. Zur Begrüßung gibt es Milchtee (sehr wenig Teepulver, sehr wenig Milch, sehr viel Wasser), Airag (vergorene Stutenmilch) und einen Löffel Butter zum Snacken. Manchmal auch ein Stückchen getrockneten Joghurt - sieht aus wie eine Mischung aus Seife und Parmesan und schmeckt uns nicht. Wenn wir besonders willkommen sind,...
27. Juli 2017
Ulaanbaatar. Obwohl die Mongolei vier Mal so groß ist wie Deutschland, leben hier nur drei Millionen Menschen, fast die Hälfte davon in der Hauptstadt. Als wir vom Stadtrand in die City fahren, haben wir das Gefühl, einmal Age of Empires durchzuspielen. Level Eins: Jurten und freilaufende Tiere. Level Zwei: Bunte Holzhäuschen mit Plumpsklos. Level Drei: Sozialistische Blockbaukunst und sandige Wege. Level 4: Moderne Glasfassaden und Traffic Jam. Level 5: Unser Hotel. Bonuslevel: Verstreute...
23. Juli 2017
Peking. Ja, immer noch Peking. Viel interessanter als die überfüllten Sehenswürdigkeiten finden wir den Alltag der Städter. Und die Orte, an denen sie wohnen, arbeiten und sich amüsieren. Peking ist berühmt für seine Hutongs, seine traditionellen Viertel. Verwinkelte, schmale Gassen, einstöckige, hutzelige Häuschen mit versteckten Innenhöfen, dicht an dicht. Wir wundern uns, dass es davon noch so viele gibt. Wahrscheinlich werden die gefräßigen Baulöwen nur deshalb zurückgehalten,...
22. Juli 2017
Peking. An ein paar Sachen kommt man in Peking einfach nicht vorbei. Große Mauer, Platz des Himmlischen Friedens, Verbotene Stadt, Sommerpalast, Nachtmarkt. Wir arbeiten brav alles ab. Zeitweise fragt sich Alex, ob er vor neun Jahren tatsächlich schon einmal hier gewesen ist. Er kann sich an fast nichts erinnern. Kunststück: Die Ticketkassen der meisten Sehenswürdigkeiten schließen gegen 16:30 Uhr. Damals standen eben eher Trinken, Essen und Ausschlafen im Vordergrund. Sommerpalast....
16. Juli 2017
Xi’an. Wir sind am Ende der Seidenstraße angekommen. Von hier aus starteten seinerzeit die Treks mit den kostbaren Stoffen gen Europa. Immer mal wieder war Xi’an sogar Hauptstadt des chinesischen Kaiserreiches, der erste Kaiser hat hier sein Mausoleum. Samt Terrakotta-Armee. Von der historischen Bedeutung ist heute nicht mehr ganz so viel zu sehen. Eine 14 Kilometer lange, restaurierte Mauer umgibt die Innenstadt, in der sich das bunte Leben abspielt. Hotel reiht sich an Hotel, dazwischen...
04. Juli 2017
Tian Chi. Wir machen nun doch einen Ausflug. Und zwar auf eigene Faust. Glauben wir. Wir wollen zum berühmten Himmelssee im Tian Shan-Gebirge, etwa 110 Kilometer von Ürümqi entfernt. Laut Lonely Planet fahren jeden Morgen gegen 9:00 Uhr Busse vom Volkspark ab. Jenny ist skeptisch, der Lonely Planet hat schließlich auch behauptet, dass CITS uns mit dem Zug für die Mongolei helfen könnte. Mehrere Busse warten schon, als wir ankommen. Wir nehmen die letzten freien Plätze. Man ist über die...

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