Artikel mit dem Tag "Atemberaubendes"



28. August 2017
Moskau. Moskau. Werft die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land, hohohohoho. Text und Melodie dieses Wahnsinnshits gehen uns nicht mehr aus dem Kopf, als wir in den Straßen der russischen Hauptstadt unterwegs sind. Vor allem die Stelle „fremd und geheimnisvoll, Türme aus purem Gold“ trifft es auf den Punkt. Und nicht nur die Türme. Die ganze Innenstadt ist auf Hochglanz poliert. Fuß- und Radwege, Fassaden, Flaneure, Fiffis. Alles und jeder strahlt Luxus aus. Trotzdem wird...
01. August 2017
Mongolei. Ohne Fahrer ist man in der Mongolei aufgeschmissen. Oder man bereitet sich bestens vor. Die Entfernungen sind riesig, die Straßen schlecht. 90 Prozent haben diese Bezeichnung nicht verdient und würden bei uns nicht mal als Buckelpiste durchgehen. Schilder gibt es kaum. Wir überlegen nicht lange und buchen eine neuntägige Tour bei Golden Gobi - samt Guide Victor und Fahrer Sanka. Beide sind in unserem Alter. Es verspricht, witzig zu werden. Victor steht auf Alex’ golden hair,...
20. Juli 2017
Gubeikou. Wie alle wissen, ist die Große Mauer lang. Sehr lang. Deshalb gibt es auch sehr viele Möglichkeiten, sie live zu erleben. Am einfachsten geht das am scenic spot Badaling. Schnell erreichbar, die Mauer künstlich restauriert, glatt wie ein Babypopo und mehrere Meter breit, Shops überall. Natürlich vollkommen overcrowded. Lame. Im Hostel lesen wir: Gubeikou - climb the most rugged part of the Wall. No shopping. Haha, gebucht! Die Fahrt im kühlen Reisebus dauert zweieinhalb Stunden....
13. Juli 2017
Dunhuang/Zhangye. Wir sind zurück auf der Seidenstraße und tuckeln gemütlich Richtung Xi'an. Unterwegs machen wir Halt in Dunhuang und Zhangye. Weit vor Marco Polo waren diese beiden Städte im Hexi-Korridor wichtige Stationen auf dem Handelsweg zwischen China und dem Westen, heute könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Dunhuang ist wie geleckt - man sieht förmlich, dass diese Kleinstadt eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen in ganz China hat. Zehn Meter breite Fußwege, relativ wenig...
29. Juni 2017
Taklamakan. Gut an Hostels ist, dass meistens auch Touren angeboten werden. Wir nutzen das hiesige Angebot und machen einen Ausflug in die nahe Taklamakan, die zweitgrößte Wanderwüste der Welt. Zusammen mit zwei kichernden Mädels und einem schmatzenden Typen aus Shanghai werden wir morgens abgeholt. Unser Fahrer spricht kein Wort Englisch, wir haben nicht die leiseste Ahnung, wo genau wir hinfahren und wie der Tag wohl ablaufen wird. Erster überraschender Stopp: Wir holen seine etwa...
23. Juni 2017
Song-Köl. Um zu diesem abgelegenen See zu kommen, fahren wir 50 Kilometer eine kleine Holperstraße entlang. Auf 3.446 Metern Höhe überqueren wir den Kalmak-Ashuu-Pass, der See liegt uns malerisch zu Füßen. Soweit wir gucken können: Grasland, gespickt von Pferde-, Schafs- und Kuhherden. Und die ersten Yaks! Sergei warnt: It’s not a cow. Be careful. Aus sicherer Entfernung lassen wir uns grimmig anstarren und beobachten die zotteligen Jungen. Unsere Jurtenfamilie, bei der wir die Nacht...
20. Juni 2017
Tian Shan. Alter. Sind wir naiv, irre, bekloppt, lebensmüde. Wir sind mittlerweile in Karakol angekommen, mit 70.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Kirgisistans. Verrückt, sieht sie doch eher aus wie eine notdürftig zusammen gezimmerte Westernstadt. Wenig einladend. Egal, wir wollen - wie fast alle Touris, die sich hier her verirren - in die Berge des Tian Shan, die sich unmittelbar hinter Karakol traumhaft schön aufbauen. Wir machen eine dreitägige Wandertour. Sergei liefert uns...
08. Juni 2017
Chimgan. Eigentlich wollen wir uns nur ein wenig Warmwandern für Kirgisistan. Jetzt sind wir heiß. Etwa eineinhalb Autostunden von Tashkent entfernt, liegt das Chimgan-Gebirge, in der Mitte ein türkisblauer Stausee, drumherum schneebedeckte Drei- bis Viertausender, die die Grenze zu Kasachstan und Kirgisistan bilden. Wanderkarten, geschweige denn ausgeschilderte Wege, gibt es nicht. Da man im Grenzgebiet außerdem spezielle Genehmigungen braucht, ist schnell klar, dass wir uns für unseren...
25. Mai 2017
Kang. Nach vier Wochen Großstadtdschungel sehnen wir uns nach Ruhe und Natur. Außerdem sind wir neugierig auf das Landleben im Iran. Von Mashad aus kann man unterschiedliche Bergtouren machen - der Lonely Planet empfiehlt vor allem das Dörfchen Kang und beschreibt es als sehr authentisch, ursprünglich und fotogen. Wir rechnen mit 30 Bussen voller Backpacker, die dort ausgeladen werden. Weit gefehlt. Wir heuern Jaffar an, der uns nach Kang fährt. Als wir den Highway verlassen, folgen wir...
20. Mai 2017
Yazd. Wir sind in der Wüste, in der größten Lehmziegelstadt der Welt. Wir schlafen in einem traditionellen Haus. Weil es hier im Sommer bis zu 50 Grad heiß werden kann, baut man nach unten. Heißt: Wir gehen durch die Eingangstür und sofort ein Stockwerk tiefer. Im Herzen unseres Hauses gibt es einen offenen Innenhof mit einem Springbrunnen. Auf dem Dach steht ein für die Region typischer Windturm, der für frische Luft sorgen soll. Jenny gruselt sich ein bisschen in der kleinen...

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