Hotel Vier Jahreszeiten

Song-Köl. Um zu diesem abgelegenen See zu kommen, fahren wir 50 Kilometer eine kleine Holperstraße entlang. Auf 3.446 Metern Höhe überqueren wir den Kalmak-Ashuu-Pass, der See liegt uns malerisch zu Füßen. Soweit wir gucken können: Grasland, gespickt von Pferde-, Schafs- und Kuhherden. Und die ersten Yaks! Sergei warnt: It’s not a cow. Be careful. Aus sicherer Entfernung lassen wir uns grimmig anstarren und beobachten die zotteligen Jungen. 


Unsere Jurtenfamilie, bei der wir die Nacht verbringen werden, empfängt uns fröhlich. Die Herren sind gerade dabei, ein Schaf in seine Einzelteile zu zerlegen. Wird wohl unser Abendessen. Unsere Jurte ist sehr gemütlich, diesmal sogar mit einem Ofen. Das ist gut so, denn man sagt, dass man an nur einem Tag alle vier Jahreszeiten am Song-Köl erleben kann. Für uns ist fast alles dabei: Sonne, Hagel, Regen, Sturm, Gewitter. 


Zeit spielt hier keine Rolle, vergeht aber wie im Flug. Jenny reitet auf Gorgola - einem stattlichen Schimmel. Alex zeigt in der Zwischenzeit den beiden Söhnen - 13 und acht Jahre alt - wie man einen sauberen Tai Otoshi wirft und lässt sich beim Kicken schwindelig spielen. Jurtenmutti kocht Beshbarmak - Nudeln mit Schafshirn. Und das alles in einer wirklich überwältigenden Landschaft. Jetzt wissen wir, warum wir den Tag “atemberaubendes“ aufgenommen haben. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Moni (Sonntag, 25 Juni 2017 15:27)

    Mein Gott, ist das schön. Da muss ich ja fast heulen vor Glück für Euch. � Habt Ohr denn nie Angst? Bei all Euren Geschichten hab ich schon mehrmals gedacht, dass ich zu ängstlich für so'ne Tour wäre... � Fühlt Euch umarmt. Sehr. �

  • #2

    Toto (Mittwoch, 05 Juli 2017 19:50)

    Noch mehr MEGA Bilder �����