Ali(baba) und die 40(0) Schlaglöcher

Taxi. Von Xiva nach Bukhara müssen wir wieder einmal - Überraschung - durch die Wüste. Ali fährt uns. Wenn alles gut läuft, dauert der Spaß sieben Stunden. Wir sehen: Wüste mit graugrünen Büschen, Wüste mit riesigen Blumenkohlpflanzen, Wüste ohne alles. Einen Mini-Tornado. Viele Esel, sehr viele Kühe, noch mehr Ziegen und ein Kamel. Am Straßenrand hin und wieder eine arme, meist ziemlich alte Seele, die irgendetwas Gestrüppartiges auf dem Rücken schleppt. Die Glücklichen haben dafür wiederum einen Esel. 


Wir spüren: Die Piste. Wir haben viel über die katastrophalen Straßen in Usbekistan gelesen, aber man muss es selbst erleben, um es zu glauben. Die letzten 80 Kilometer vor Bukhara sind die Hölle. Die Strecke besteht größtenteils aus metertiefen Kratern, denen Ali bei mindestens 80 Sachen mit ruckhaften Lenkbewegungen ausweicht. Meistens. Machtlos sind wir gegen die Hügel vor Brücken oder Rastplätzen. Anschnaller gibt es - oh Wunder - nicht. Wir hüpfen, springen, haben schweißnasse Hände. Ali lacht dreckig. Wir werden uns nie wieder über Bochums Straßen beschweren. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerlind (Samstag, 03 Juni 2017 13:00)

    Hallo ihr Lieben, habe es heute dann mal wieder geschafft, die letzten Tage "nachzulesen" - wie immer viel Spaß dabei gehabt; behaltet euren Schreibstil bei!!! Kann mich Vanessa (unbekannterweise) nur anschließen, mir wird was fehlen nach eurer Rückkehr.
    Immer wieder auch interessant, wie schnell Kontakte geknüpft werden. Gut - auf das Eine oder Andere in euren Beschreibungen könnte ich auch verzichten, aber wenn man es so liest, kommt schon ein wenig Fernweh auf.
    Wünsch euch weiterhin eine gute Reise, viele Passkontrollen (:-), viel Sehens- und Erzählenswertes.